Moskauer Deutsche Zeitung

Moskauer Deutsche Zeitung 20 Seiten Hintergrund aus Russland. Wir berichten aus einer der spannendsten Städte der Welt.

Wir schauen hinter die Kulissen des Alltagsgeschehens, spüren Trends auf und analysieren die neuesten Entwicklungen. Bei uns finden Sie Berichte, Interviews und Reportagen aus Politik Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Die Moskauer Deutsche Zeitung erscheint alle zwei Wochen in einer Auflage von 25.000 Exemplaren. Darüber hinaus veröffentlicht die Moskauer Deutsche Zeitung regelmäßig Sonderausgaben zu wichtigen Themen des deutsch-russischen Austauschs.

Unter denen, die während des Großen Vaterländischen Krieges ihre multinationale Heimat verteidigten, waren auch Sowjetde...
09/05/2026

Unter denen, die während des Großen Vaterländischen Krieges ihre multinationale Heimat verteidigten, waren auch Sowjetdeutsche. Einige von ihnen änderten ihre deutschen Namen, um an die Front zu kommen. Die MDZ hat Geschichten verschiedener Helden gesammelt, die unter fremden Namen kämpften.

Unter denen, die während des Großen Vaterländischen Krieges ihre multinationale Heimat verteidigten, waren auch Sowjetdeutsche.

„Über die Helden vergangener Zeiten" ist der fünfte Bildband der Reihe „Deutsche der UdSSR", herausgegeben von dem Inter...
09/05/2026

„Über die Helden vergangener Zeiten" ist der fünfte Bildband der Reihe „Deutsche der UdSSR", herausgegeben von dem Internationalen Verband der deutschen Kultur. Er versammelt Fotografien, die sowjetdeutsche Frontkämpfer, Arbeiter der Heimatfront und jene Menschen zeigen, die das Land aus den Trümmern wiederaufbauten. Ein Auszug aus dem Nachwort zur Publikation, die zweisprachig (Russisch/Deutsch) erschien.

„Über die Helden vergangener Zeiten" ist der fünfte Bildband der Reihe „Deutsche der UdSSR", herausgegeben von dem Internationalen Verband der deutschen Kultur. Er versammelt Fotografien, die sowjetdeutsche Frontkämpfer, Arbeiter der Heimatfront und jene Menschen zeigen, die das Land aus den ...

Der 9. Mai gilt in Russland als höchster Feiertag – das bestätigen regelmäßig verschiedene Umfragen. „Freude mit Tränen ...
09/05/2026

Der 9. Mai gilt in Russland als höchster Feiertag – das bestätigen regelmäßig verschiedene Umfragen. „Freude mit Tränen in den Augen“ – so fasst man oft die Stimmung jenes Tages zusammen. Für die Sowjetdeutschen, die den Sieg am 9. Mai 1945 nicht in befreiten Städten, sondern in Arbeitslagern und Sondersiedlungen erlebten, hatten diese Tränen jedoch eine doppelte Bedeutung: Neben der Erleichterung über das Ende des Krieges und die Befreiung Europas vom Faschismus steckte in ihnen auch die bange Hoffnung, dass mit dem Sieg über Hitlerdeutschland endlich ihre eigene Befreiung von Deportation, Repression und Entrechtung beginnen würde.

Der Tag des Sieges ist der wichtigste Feiertag für die Russen, wie verschiedene Umfragen bestätigen. Auch für die Deutschen in Russland. Ihre Eltern und Großeltern erlebten den 9. Mai 1945 meist in Lagern und auf Sondersiedlungen. Der Tag des Sieges ist der wichtigste Feiertag für die Russen, w...

Im Vorfeld des 9. Mai, des russischen Tags des Sieges, sprach die MDZ mit dem Europaabgeordneten Michael von der Schulen...
08/05/2026

Im Vorfeld des 9. Mai, des russischen Tags des Sieges, sprach die MDZ mit dem Europaabgeordneten Michael von der Schulenburg über seine russischen Wurzeln, die Voraussetzungen für einen Neustart des deutsch-russischen Dialogs sowie den Wandel der Erinnerungskultur.

Im Vorfeld des 9. Mai, des russischen Tags des Sieges, sprach die MDZ mit dem Europaabgeordneten Michael von der Schulenburg über seine russischen Wurzeln, die Voraussetzungen für einen Neustart des deutsch-russischen Dialogs sowie den Wandel der Erinnerungskultur. Michael von der Schulenburg übe...

Immobilien in Moskau sind teuer – grundsätzlich. Doch bei einzigartigen Objekten gilt eine eigene Logik: Sie können für ...
07/05/2026

Immobilien in Moskau sind teuer – grundsätzlich. Doch bei einzigartigen Objekten gilt eine eigene Logik: Sie können für astronomische Summen den Besitzer wechseln oder eben gar nicht verkauft werden. Der Rigaer Bahnhof ist genau so ein Fall.

Immobilien in Moskau sind teuer – grundsätzlich. Doch bei einzigartigen Objekten gilt eine eigene Logik. Der Rigaer Bahnhof ist so ein Fall.

Kommunisten erwarten Revolution im HerbstIm Mai werden die russischen Kommunisten besonders sichtbar. Während der 9. Mai...
05/05/2026

Kommunisten erwarten Revolution im Herbst

Im Mai werden die russischen Kommunisten besonders sichtbar. Während der 9. Mai, der Tag des Sieges, ein allgemeiner Feiertag ist, wird der 1. Mai, das Fest des Frühlings und der Arbeit, in erster Linie von Kommunisten begangen. Die Parteispitze mobilisiert ihre Anhänger zu einer traditionellen Demonstration auf dem Theaterplatz in Moskau, vor dem Karl-Marx-Denkmal – und das ist stets ein farbenfrohes Spektakel (siehe Fotoauswahl).

Bei solchen Veranstaltungen erinnert sich die ältere Generation an ihre Jugend und ihre früheren Führer – Lenin und Stalin –, während junge Parteimitglieder Symbolen den Vorzug geben, die bei Linken weltweit populär sind: Che Guevara und palästinensische Flaggen.

Doch der Chef der russischen Kommunisten, Gennadi Sjuganow (auf dem Foto in roter Jacke und roter Baseballkappe), trat in diesen Tagen nicht nur auf der Kundgebung, sondern auch in der Staatsduma in Erscheinung. Sjuganow ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der russischen Politik und besitzt ein ausgeprägtes Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Wenn er in die Offensive geht, kalkuliert er mit politischem Gewinn. Und es scheint, als hätte er genau das getan: „Wenn Sie nicht dringend Maßnahmen ergreifen – wirtschaftliche und finanzpolitische –, dann erwartet uns im Herbst das, was 1917 passiert ist."

Der „Chefkommunist" des Landes deutet damit unmissverständlich auf eine Revolution hin. Später eilten seine Parteifreunde mit einer Präzisierung herbei: Er habe die Februarrevolution 1917 gemeint, die bürgerliche, nicht die sozialistische Oktoberrevolution.
Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde der besagte Satz im offiziellen Protokoll der Rede abgeändert: nicht „erwartet", sondern „kann erwartet werden". Doch die wirtschaftlichen Ursachen möglicher Erschütterungen blieben erhalten: „Und wir haben Sie wiederholt gewarnt: Bei einem solchen Kurs wird die Wirtschaft unweigerlich zusammenbrechen."

Sjuganows Aussage belegt einmal mehr, dass die Völker die Signale gerade hören und nicht senden. Im russischen Machtapparat gibt es jedoch auch Akteure, die bereits vor der Rede des KP-Chefs auf die Problematik hingewiesen haben – etwa Wladimir Putin. Bei einem Wirtschaftstreffen am 15. April im Kreml lenkte das Staatsoberhaupt die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit, die „insgesamt erwarteten Tendenzen" zu bewältigen. Er konstatierte, dass „die wirtschaftliche Dynamik leider bereits zwei Monate in Folge nachlässt", und forderte detaillierte Berichte.

Der Kreml ist sich der Probleme offensichtlich bewusst – die Warnungen der Kommunisten sind hierfür nicht nötig. Darauf verweisen auch politische Analysten. So erinnerte Konstantin Kalatschow im Gespräch mit den „Wedomosti" an Lenins Definition der revolutionären Situation: „Wenn die Herrschenden nicht mehr können wie bisher und die Beherrschten nicht mehr wollen wie bisher." Mit Blick auf die aktuelle Lage paraphrasiert er dies jedoch: „Die Herrschenden bei uns können noch, und die Beherrschten sind weiterhin bereit, durchzuhalten."

Fotos: Dmitri Belizki/AGN Moskwa

In Tomsk hat man die Gedenkstätten im Park der Erinnerung an die Opfer der politischen Repressionen abgebaut – ausgerech...
05/05/2026

In Tomsk hat man die Gedenkstätten im Park der Erinnerung an die Opfer der politischen Repressionen abgebaut – ausgerechnet am 19. April, dem Tag des Gedenkens an den Genozid am sowjetischen Volk. Die Stadtverwaltung hält sich mit Informationen zurück. Es hat den Anschein, als erinnere man sich zwar an bestimmte Verbrechen der Vergangenheit, andere hingegen wolle man lieber verdrängen.

In Tomsk hat man die Gedenkstätten im Park der Erinnerung an die Opfer der politischen Repressionen abgebaut – ausgerechnet am 19. April, dem Tag des Gedenkens an den Genozid am sowjetischen Volk. Die Stadtverwaltung hält sich mit Informationen zurück. Es hat den Anschein, als erinnere man sich...

Das Ehepaar Tamara Pogosjan und Pawel Schabalin hat sich ein unglaubliches Ziel gesetzt: zu Fuß von Moskau nach Wladiwos...
04/05/2026

Das Ehepaar Tamara Pogosjan und Pawel Schabalin hat sich ein unglaubliches Ziel gesetzt: zu Fuß von Moskau nach Wladiwostok zu gehen. Am entferntesten Punkt Russlands werden sie zu Neujahr ankommen.

Das Ehepaar Tamara Pogosjan und Pawel Schabalin hat sich ein unglaubliches Ziel gesetzt: zu Fuß von Moskau nach Wladiwostok zu gehen. Am entferntesten Punkt Russlands werden sie zu Neujahr ankommen. Das Ehepaar Tamara Pogosjan und Pawel Schabalin hat sich ein unglaubliches Ziel gesetzt: zu Fuß von...

Der 150. Geburtstag Arthur Luthers ist ein guter Anlass, das Vermächtnis des Übersetzers und Autors der „Moskauer Deutsc...
03/05/2026

Der 150. Geburtstag Arthur Luthers ist ein guter Anlass, das Vermächtnis des Übersetzers und Autors der „Moskauer Deutschen Zeitung“ aus der Zarenzeit neu zu beleuchten. Als Deutschbalte, der nach 1914 in Deutschland strandete, machte er die russische Klassik zu einer Brücke zwischen der verlorenen und der neuen Heimat.

Mehr über den Brückenbauer:
https://mdz-moskau.eu/arthur-luther-uebersetzen-als-ueberwindung/

Ein Jubiläum ist ein Ereignis. Zwei Jubiläen sind Konkurrenz. Und wo drei Jubiläen zusammentreffen, lässt sich bereits e...
02/05/2026

Ein Jubiläum ist ein Ereignis. Zwei Jubiläen sind Konkurrenz. Und wo drei Jubiläen zusammentreffen, lässt sich bereits eine gewisse Hierarchie erkennen – und besser verstehen, wie die heutige Gesellschaft funktioniert. Über den Stellenwert der Tschernobyl-Katastrophe, eines der prägendsten Politiker des neuen Russlands und das Gesetz zur Rehabilitation der unterdrückten Völker in der Erinnerungskultur.

Drei Jubiläen im April 2026. Über Tschernobyl, Schirinowski und das Gestzt zur Rehabilitierung der unterdrückten Völker.

30/04/2026

Nach den Drohnenangriffen auf die Ölraffinerie in Tuapse am 16., 20. und 28. April müssen Kommunaldienste und Freiwillige die Folgen der Angriffe bewältigen. Nach dem Beschuss der Öltanks im Hafen fiel ein öliger Niederschlag auf die Stadt und die umliegende Region. Freiwillige riefen die Bewohner dazu auf, betroffene Tiere zu retten, sie von Öl zu befreien und mit Wasser zu versorgen. Zudem wird gebeten, sich wenigstens eines Tieres anzunehmen und es vorübergehend (mindestens für einen Tag) bei sich unterzubringen. Zusätzlich werden in Anapa Helfer benötigt, um Wildvögel zu versorgen, die durch das ins Meer gelangte Öl geschädigt wurden. Gleichzeitig wird der Bevölkerung empfohlen, sich vor den gesundheitlichen Folgen zu schützen, indem sie das Haus möglichst nicht verlässt und Fenster sowie Türen geschlossen hält.

Video https://t.me/razlivnasvyazi

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