30/09/2026
Über das Gemälde "Susanna und die beiden Alten", welches ich schon immer extrem schlimm fand, stolperte ich zur Kunstarztpraxis.
Dort fand ich einen überaus interessanten Beitrag zu diesem Gemälde, seiner Geschichte und der Verbindung zu Hitchcock...
Die Geschichte von Susanna und den beiden Alten ist eine biblische Erzählung aus den Apokryphen zum Buch Daniel (Kapitel 13).
Die Handlung
• Die Bedrängung: Susanna ist die fromme und schöne Ehefrau des reichen Jojakim in Babylon. Zwei ältere Richter lauern ihr im Garten auf, als sie baden will. Sie fordern S*x von ihr und drohen ansonsten mit falscher Verleumdung.
• Die Verurteilung: Susanna weigert sich und ruft um Hilfe. Die verschmähten Alten beschuldigen sie daraufhin des Ehebruchs mit einem jungen Mann. Da die Männer hohes Ansehen genießen, glaubt man ihnen, und Susanna wird zum Tod verurteilt.
• Die Rettung durch Daniel: Kurz vor der Hinrichtung schreitet der junge Prophet Daniel ein. Er verlangt ein neues Verfahren und verhört die beiden Richter getrennt voneinander.
• Die Überführung: Daniel fragt die beiden Alten jeweils, unter welchem Baum sie den vermeintlichen Ehebruch beobachtet haben wollen. Da sie unterschiedliche Bäume nennen (Mastixbaum und Eiche), fliegt der Meineid auf. Susanna ist gerettet, und die beiden Alten werden hingerichtet.
Bedeutung in der Kunst
Die Szene – oft als „Susanna im Bade“ bezeichnet – ist eines der am häufigsten dargestellten Motive der abendländischen Kunstgeschichte (unter anderem von Rembrandt, Tintoretto, Rubens und Altdorfer). Sie gilt als klassisches Beispiel für Gerechtigkeit, Zivilcourage und den Kampf gegen Machtmissbrauch, bot Künstlern historisch aber auch den Vorwand, den weiblichen Akt zu inszenieren.
Das Kölner Wallraf widmet sich dem aktuellen biblischen Thema "Susanna im Bade". Es geht um se****le Nötigung, Hitchcock und unsere mulmigen Blicke.