08/10/2026
Happy Birthday, Valentin Schäffer!
Mit technischer Präzision, Erfahrung aus der Praxis und einem außergewöhnlichen Gespür für komplexe Zusammenhänge zählt Valentin Schäffer zu den prägenden Persönlichkeiten der Porsche-Motorenentwicklung. Seine Arbeit reicht von frühen Rennaggregaten bis hin zu den leistungsstärksten Prototypenmotoren ihrer Zeit. Heute wird Schäffer 95 Jahre alt.
Valentin Schäffer wurde am 8. Oktober 1931 in Ungarn geboren. 1955, mit Mitte 20, begann seine Karriere als Motorenmechaniker bei Porsche. Es war eine Zeit, in der Entwicklungsarbeit noch unmittelbar mit dem physischen Objekt verbunden war. Bauteile wurden in den 1950er-Jahren nicht nur berechnet, sie wurden zerlegt, vermessen und erneut zusammengesetzt. Wer in diesem Umfeld arbeitete, entwickelte ein besonderes Gespür für technische Prozesse, das aus mehr als theoretischem Wissen bestand.
1961 bestand er die Techniker- und Meisterprüfung. Parallel dazu wuchs seine Verantwortung in der Praxis. Schäffer arbeitete an unterschiedlichen Motorenkonzepten, analysierte deren Verhalten im Einsatz und entwickelte Lösungen, die sich nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch auf der Strecke bewähren mussten. Die Bandbreite der Aggregate, an deren Entwicklung er beteiligt war, reicht von kompakten Vierzylindern bis hin zu komplexen Zwölfzylinder-Motoren. Bereits im Jahr 1956 entstand mit seiner Mitwirkung der Typ 547/2, ein Vierzylindermotor für den Porsche 550 A Spyder RS. Es folgten die Achtzylinder-Königswellenmotoren Typ 753 und 771, mit denen Porsche Siege in der Formel 1, der Europa-Bergmeisterschaft und in der Sportwagenweltmeisterschaft feierte.
1966 übernahm Schäffer, der nicht nur besonders fleißig, sondern auch besonders fähig war, die Leitung der Rennmotorenentwicklung. Eine Position, in der er zeigte, dass er komplexe Prozesse steuern kann. Sein Chef war Ferdinand Piëch, der ab 1965 die gesamte Entwicklungsabteilung leitete, einer seiner Teamkollegen war Hans Mezger. Unter Schäffers Verantwortung entstanden die Sechszylinder-Motoren für die Modelle 906 Carrera 6 und 910. Parallel dazu entwickelte er den Achtzylinder für den Porsche 908 weiter, sowie den Sechszylinder-Boxermotor Typ 916, der als Grundlage für den Porsche 908 und für Versuche am Zwölfzylinder des Typs 912 im Porsche 917 diente.
Mehr zur Karriere von Valentin Schäffer gibt es hier zu lesen: https://porsche.click/4enXLCz