16/10/2026
Eröffnung der Ausstellung
Facetten des Figürlichen
Heinke Both, Uschi Koch, Hanne Nagel-Axelsen, Katrin Magens
Sonnabend, den 24. Oktober 2026, um 16 Uhr
Ausstellungsdauer: 25. Oktober bis 21. Februar 2027
Mi, Sa und So, 14 bis 18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeit: Neujahr, 1. Januar 2027
Am Sonntag, den 24. Januar 2027 sind alle vier Künstlerinnen
zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung vor Ort.
Infos zu den Künstlern:
Uschi Koch, geb. 1963 in Wuppertal studierte an der Muthesius-Kunsthochschule von 1989-1996 Bildhauerei bei Jan Koblasa. Nach dem Studium wandte sie sich zunächst dem Medium Fotografie zu und beschäftigte sich vor allem mit dem menschlichen Körper und seiner Bewegung – Arbeiten entstanden meist als 3-fach gestaffelte räumliche Installationen. Ab 2005 rückte die bildhauerische Arbeit für Uschi Koch wieder in den Fokus: sie schuf lebensgroße Köpfe für Sockel oder für die Wand von hoher Ausdruckskraft. Als geeignetes Material entdeckte sie für diese Arbeiten den Betonguss, der durch seine unberechenbare Oberfläche wesentlich zur Authentizität und Nähe der Darstellung beiträgt. Beide Arbeitsschwerpunkte – Fotografie und plastische Arbeiten – sind in der Ausstellung vertreten.
Hanne Nagel-Axelsen, geb. 1942 in Hedenstedt/Dänemark studierte 1960-62 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Prof. Thiemann und lebt und arbeitet seit
60 Jahren als freie Malerin erfolgreich in Schleswig-Holstein, Dänemark und Italien. Im
Mittelpunkt ihrer oft großformatigen Ölgemälde stehen tier- und menschenähnliche Wesen, die als Teil geheimnisvoller Bildwelten vieldeutige Geschichten für den Betrachter bereithalten. Beim Entstehungsprozess dieser Fantasiebilder spielt für Hanne Nagel der Zufall eine entscheidende Rolle; ebenso bedeutsam ist für sie die Einbeziehung von
Materialien – von Sand, Erde bis zu Textilien jeglicher Art –, die ihre Erfindungskraft inspirieren.
Katrin Magens, geb. 1954 in Lüneburg und in Dannenberg/Elbe aufgewachsen, besuchte von 1973-77 die Fachhochschule für Kommunikation und Produktgestaltung in Hannover. Seit 2004 widmet sie sich als freischaffende Künstlerin in ihrer Druckwerkstatt in Dannenberg vor allem dem Holzschnitt; es entstehen aber auch Zeichnungen und Installationen. Ihre Bildwelt ist durch ein breites Themenspektrum gekennzeichnet, das von Reiseeindrücken - vor allem einer Südseereise nach Papua Neuguinea (2009) -, über literarische Vorlagen bis zu Alltagserlebnissen reicht. Gegenständliche und figurative Elemente bestimmen Katrin Magens flächig angelegte Farbholzschnitte. Dabei verzichtet sie auf eine eindeutige Bildaussage und fordert so einen spannungsreichen Wahrnehmungsprozess beim Betrachter heraus.
Heinke Both, geb. 1964 in Bad Oldesloe, studierte an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung bei Friedrich Einhoff, Almut Heise und Gero Flurschütz. Im Fokus ihrer künstlerischen Arbeit steht das menschliche Anlitz – nicht ein herkömmliches Porträt, sondern eine vielschichtige, sensible Annäherung, die dem Betrachter ein fragmentarisches Gesicht in stark reduzierter Farbigkeit gegenüberstellt. Diesen Arbeiten geht ein aufwendiger Schaffensprozess voraus, für den – ausgehend von einer Zeichnung oder einem Foto - die Übermalung, das Überlagern und das Collagieren mit Papier, Folie und Glas kennzeichnend ist. Es scheint sich in diesen geheimnisvollen, bruchstückhaften Gesichtern unsere flüchtige Wahrnehmung von Menschen zu spiegeln, denen wir begegnen und die wir immer nur in Teilen, nie als Ganzes erfassen.